2G/GSM-Abschaltung | Aktueller Marktüberblick 2026

Für ältere TAS-Geräteserien besteht Handlungsbedarf.

| von Melissa Ibel | Branchen-News TAS
2G-Abschaltung | Aktueller Marktüberblick 2026
LTE/4G der aktuelle Standard in der M2M Datenkommunikation / Fernwirkdatenkommunikation

Im gesamten DACH-Raum ist das 3G-Netz (UMTS) bereits vollständig abgeschaltet. Gleichzeitig haben die Netzbetreiber auch die Abschaltung des 2G-Netzes (GSM) angekündigt oder planen diese in den kommenden Jahren.

Aufgrund aktueller Informationen, die seitens der Netzbetreiber verteilt werden, möchten wir Ihnen einen aktuellen Überblick geben.

  • Wichtiger Hinweis: Bei älteren, ausschließlich 2G-basierten Geräteserien wie TAS 300, TAS X30, TAS X20 und TAS X10 besteht im Hinblick auf eine zukünftige 2G-Abschaltung Handlungsbedarf.

3G-Netze im DACH-Raum endgültig abgeschaltet

In Österreich, Deutschland und der Schweiz ist das 3G-Netz (UMTS) bereits vollständig abgeschaltet. Der Fokus der Netzbetreiber liegt nun auf der Modernisierung ihrer Infrastruktur zugunsten von 4G (LTE) und 5G.
Im Zentrum der aktuellen Diskussion steht daher die 2G-Abschaltung (GSM) – mit unterschiedlichen Zeitplänen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Abschaltung des 2G Netzes

Die aktuellen TAS-Geräteserien in der Mobilfunkversion (TAS X40, TAS X31, TAS X21, TAS X11) verfügen über ein LTE-Modem und unterstützen damit die Netzebenen 4G LTE sowie je nach Netzverfügbarkeit auch 3G UMTS und 2G GSM.

Im Falle einer 2G-Abschaltung kommunizieren diese Geräte weiterhin problemlos über 4G LTE. Bei standardmäßiger Konfiguration ist keine Anpassung erforderlich.

Ältere TAS-Geräteserien wie TAS 300, TAS X30, TAS X20 und TAS X10 wurden hingegen für die Mobilfunkkommunikation auf Basis von 2G ausgelegt und verfügen ausschließlich über ein 2G-Modem. Diese Geräte nutzen GSM für SMS-Nachrichten und Sprachalarmierung sowie GPRS für die Datenübertragung.

Mit der Abschaltung des 2G-Netzes ist bei diesen Geräteserien keine Mobilfunkkommunikation mehr möglich. Für betroffene Anlagen besteht daher Handlungsbedarf, und eine rechtzeitige Modernisierung auf LTE-fähige Systeme sollte eingeplant werden.

Automatische Einstellung für den Netzwerkmodus im TAS

In der Mobilfunk-Konfiguration der Geräte ist eine automatische Netzwerkmodus-Umschaltung vorgesehen. Somit ist bei einer standardmäßigen Konfiguration der TAS-Geräte keine Umstellung notwendig. Zur Überprüfung Ihrer Mobilfunkeinstellungen nutzen Sie ansonsten unsere Konfigurationssoftware TAS-View V2 (im Login-Bereich, nach Registrierung kostenlos verfügbar), oder die neuen Konfigurationsmöglichkeiten im myTAS.

myTAS Konfigurator
GSM Einstellungen myTAS Konfigurator
GSM Einstellungen TAS View V2

Lösungen für die 2G/GSM-Abschaltung

Unabhängig vom Land sollte bei Themen wie gesicherter Datenkommunikation, M2M, IoT oder IIoT immer eine moderne, IP-basierte Kommunikationslösung berücksichtigt werden. Im Bereich der Alarmierung, also bei SMS-Alarmierung, E-Mail-Alarmierung, Push-Notifications oder Sprachalarmierung, spielt dieser Punkt ebenfalls eine wichtige Rolle, da die jeweilige Funktion vom verfügbaren Netzmodus abhängig ist. Vor dem Hintergrund der bereits erfolgten 3G-Abschaltung und der schrittweisen 2G-Abschaltung gewinnt diese Thematik zusätzlich an Bedeutung.

Im laufendenden Betrieb häufen sich Problemfälle mit Fernwirk- und Störmeldesystemen, die rein mit 2G-Modems ausgestattet sind. Dazu zählt eine schlechter werdende und unstabile IP-Datenkommunikation, die vor allem bei Fernwirkverbindungen (bspw. Übertragung von Fernschaltkontakten zwischen Stationen) zu Verzögerungen und Problemen führen können. Diese Problemfälle sind nicht flächendecken, und sind meist auf regionale Änderungen in den Mobilfunknetzen zurückzuführen. In diesen Fällen wird empfohlen rasch auf die Situation zu reagieren und Systeme mit zukunftsfähiger 4G/LTE Mobilfunktechnik einzusetzen.

Mit unserer neueren TAS-Geräteserie bieten wir hierfür die passende Lösung:
Die aktuellen Mobilfunkvarianten sind mit leistungsfähigen LTE-Modems ausgestattet und ermöglichen eine stabile, sichere und langfristig verfügbare Datenkommunikation für Alarmierung und Fernwirktechnik.

Marktüberblick im Mobilfunknetz für Alarmierung und Fernwirktechnik

  • IP-Kommunikation kann grundsätzlich in folgenden Netzebenen erfolgen: 5G / 4G /3G /2G
    Dazu zählt IP-Datenkommunikation, E-Mail sowie Dienste für Push-Notifications.

  • SMS-Alarmierung kann in den Netzebenen 4G und 2G erfolgen

  • Sprachalarmierung kann in den Netzebenen 5G* / 4G / 3G / 2G erfolgen
    Im 4G-Netz (LTE) gibt es spezifische Anforderungen an die Sprachalarmierung durch den Einsatz der Voice over LTE (VoLTE) Technologie. Unsere TAS Serien TAS X31, TAS X40 und TAS X50 verfügen über diese VoLTE-Technik und unterstützen die Sprachalarmierung in modernen Mobilfunknetzen.

* Anmerkung 5G: Unsere TAS-Systeme werden in Zukunft auch eine Kommunikation in 5G-Netze ermöglichen, wobei wir dzt. noch auf passende Modems der Hersteller warten. 5G-Versionen der TAS werden als eigener Artikel erscheinen. Technisch gesehen, sind aktuelle 4G (LTE) Geräte jedoch für jegliche Datenkommunikation in der Fernwirktechnik mehr als ausreichend, da in der Fernwirktechnik Datenpakete und keine Videos oder ähnliches mit hohem Datenaufkommen übertragen werden.

Überblick zur 2G Abschaltung in Deutschland 🇩🇪

In Deutschland ist das 2G-Netz GSM derzeit noch in Betrieb, befindet sich jedoch in einer klar definierten Auslaufphase. Die Mobilfunknetzbetreiber Telekom und Vodafone haben angekündigt, ihre 2G-Netze im Jahr 2028 abzuschalten, um Frequenzen effizienter für 4G LTE und 5G zu nutzen.

Mit der 2G-Abschaltung endet die Nutzung der GSM-Technologie für Sprach- und Datenverbindungen. Die Mobilfunkversorgung wird künftig über die leistungsfähigeren 4G- und 5G-Netze erfolgen.

Für Systeme oder Endgeräte, die ausschließlich 2G unterstützen, besteht daher rechtzeitiger Anpassungsbedarf. Neue Mobilfunklösungen (LTE) stellen den zukünftigen technischen Standard dar und gewährleisten langfristige Planungssicherheit.

Überblick zur 2G Abschaltung in Österreich 🇦🇹

In Österreich ist das 2G-Netz GSM derzeit weiterhin in Betrieb und wird von den großen Mobilfunknetzbetreibern wie A1 Telekom Austria, Magenta Telekom und Drei aktiv bereitgestellt. Bislang gibt es keine offiziellen Ankündigungen oder festen Termine für eine flächendeckende Abschaltung von 2G. Laut Informationen der Regulierungsbehörde RTR bleibt das GSM-Netz aufgrund seiner Bedeutung für Sprachtelefonie sowie einfache Machine-to-Machine- und IoT-Anwendungen vorerst weiterhin in Betrieb. Ein konkreter Abschaltzeitpunkt ist derzeit nicht bekannt.

Im Gegensatz dazu wurde das 3G-Netz in Österreich bereits gestaffelt abgeschaltet, wobei dieser Prozess bis Mitte 2025 abgeschlossen wurde.

Da bisher keine Abschalttermine für 2G in Österreich veröffentlicht wurden, besteht aktuell noch kein konkreter Handlungsbedarf für den sofortigen Umstieg von 2G-basierten Anlagen. Dennoch empfiehlt es sich, die derzeit eingesetzten Systeme auf Stabilität zu überprüfen, da aktuelle Problemfälle in der 2G-Technik meinst nicht direkt erkennbar sind. Wie beschrieben kommt es in der IP-Datenübertragung zu immer häufiger werdenden Problemfällen, die auf regionale Änderungen in den Mobilfunknetzen zurückzuführen sind. Eine Evaluierung und Systemmodernisierung der Systeme sollte bei den Betreibern erfolgen, um einen stabilen Betrieb der technischen Anlagen gewährleisten zu können.

Überblick zur 2G Abschaltung in der Schweiz 🇨🇭

In der Schweiz befindet sich das 2G-Netz GSM bereits weitgehend im Rückbau. Einzelne Netzbetreiber haben 2G in den vergangenen Jahren bereits abgeschaltet oder stark reduziert, da der Fokus klar auf 4G und 5G liegt.

Eine flächendeckende 2G-Abschaltung wurde von großen Anbietern bereits umgesetzt. Damit entfällt die Nutzung der GSM-Technologie für klassische Sprach- und SMS-Dienste im 2G-Netz. Die Mobilfunkkommunikation erfolgt in der Schweiz mittlerweile nahezu ausschließlich über 4G LTE und 5G.

Für Systeme oder Endgeräte, die ausschließlich 2G unterstützen, besteht in der Schweiz bereits konkreter Handlungsbedarf. LTE- und 5G-fähige Lösungen sind hier der etablierte Standard und gewährleisten langfristige Betriebssicherheit.

Externe Quellen (Stand 26.02.2026)

Generelle Informationen zu GSM / 2G und zur 2G-Abschaltung sowie Auswirkungen und Alternativen (Link)

Abschaltung 3G und 2G (Link)

"3G-Sunset": Die Abschaltung von 3G im Jahr 2024 (Link)

Swisscom schaltet GSM-Netz komplett ab (Link)

2G-Mobilfunk: Notorisch unsicher, extrem veraltet und doch kein Ende in Sicht (Link)

 

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